„Masterplan Tourismus & Naturerlebnis Siebengebirge“ liegt vor

Reiseziel Siebengebirge soll sich zukünftig als „Naturbühne“ und „Geobühne“ vermarkten

Vorstellung Masterplan Siebengebirge
Das Foto zeigt v.l. Landrat Frithjof Kühn, Verbandsbürgermeister Werner Zimmermann, Carmen Döhnert, Professor Dr. Helmut Wachowiak, Dr. Hermann Tengler, Adalbert Fuchs, Peter Gratzfeld und Ulrich Berres

Rhein-Sieg-Kreis (kl) – Im Auftrag des Rhein-Sieg-Kreises hat der Fachbereich Tourismusmanagement der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef / Bonn ein Konzept für die zukünftige Entwicklung des Tourismus in der Region Siebengebirge vorgelegt. Den fertigen „Masterplan Tourismus & Naturerlebnis Siebengebirge“ stellten gestern (20.05.) Landrat Frithjof Kühn, Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler und Professor Dr. Helmut Wachowiak im Beisein der Vertreter der beteiligten Kommunen, Ulrich Berres (Königswinter), Adalbert Fuchs (Bad Honnef), Werner Zimmermann (Verbandsgemeinde Unkel) und Peter Gratzfeld (Bonn), vor.

„Der Masterplan kommt zum richtigen Zeitpunkt und liefert eine sehr gute Grundlage für die anstehenden inhaltlichen und organisatorischen Entscheidungen zur Zukunft des Siebengebirges“, sagte Landrat Frithjof Kühn und dankte Professor Dr. Helmut Wachowiak, unter dessen wissenschaftlicher Leitung die Fachhochschule die Studie erarbeitet hat Begleitet wurden die Projektarbeiten von einer fachkundigen Lenkungsgruppe, die aus Vertretern der beteiligten Kommunen Bad Honnef, Bonn, Königswinter, Sankt Augustin, der Verbandsgemeinde Unkel und des Rhein-Sieg-Kreises sowie den Tourismusorganisationen in der Region, Vertretern des Naturparks, der regionalen Tourismuswirtschaft sowie externen Tourismusexperten zusammengesetzt war.

Um ganzheitliche und zukunftsorientierte Strategien für das Siebengebirge entwickeln zu können, wurde zunächst eine umfassende Analyse der Ist-Situation in den Bereichen Angebot, Nachfrage sowie Kommunikation und Vertrieb vorgenommen: Allen touristischen Akteuren in der Region wurde ein Fragebogen zugesandt, etwa 120 Betriebe in der Region wurden vor Ort bewertet, mit 32 Tourismusexperten wurden Interviews geführt, rund 1.400 Touristen wurden befragt sowie alle Prospekte, Internet-Auftritte und andere Medien analysiert. Ergänzt wird die Bestandsanalyse durch die Bewertung des ökonomischen Stellenwertes des Tourismus in der Region Siebengebirge. Erste Ergebnisse wurden bereits im Herbst des vergangenen Jahres vorgestellt.

Darauf basierend entwickelte die Internationale Fachhochschule Bad Honnef / Bonn zusammen mit den Mitgliedern der Lenkungsgruppe touristische Zukunftsstrategien für das Siebengebirge: Das Siebengebirge soll zukünftig im Gleichklang als „Naturbühne“ und „Geobühne“ vermarktet werden. Zusammen mit der „Wander- & Aktivregion“ wird hier das größte Potential für die Zukunft gesehen. Eine Positionierung als „Geopark Siebengebirge“ könnte daher eine Dachmarke sein, die diese Potentiale stärken und entsprechende Produkte unter einen Thema kombiniert vermarkten könnte.

Insgesamt wurden im Masterplan 21 Projekte erarbeitet, die neben der Verbesserung des regionalen Besucherinformationsnetzwerkes auch Maßnahmen in den Bereichen touristische Infrastruktur, Kommunikation/Vertrieb, Qualitätsoffensive und Evaluation umfassen. Eine abschließende Empfehlung des Masterplanes ist außerdem die Einrichtung einer „Regionalkonferenz Siebengebirge“, welche die Zusammenarbeit zwischen Tourismusvermarktung, Naturparkarbeit und Kulturlandschaftspflege organisiert und optimiert.

Die Untersuchungen der Fachhochschule belegen die wirtschaftliche Bedeutung und die Potentiale, die dem Siebengebirgsraum als touristisches Reiseziel zukommen. Die touristischen Umsätze führen zu einem Einkommen von 38 Millionen Euro im gesamten Siebengebirge, dadurch werden mehr als 1.800 Arbeitsplätze geschaffen.

„Der Tourismus ist der größte und wichtigste Arbeitgeber im Siebengebirge“, so Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler. „Um diese Funktion bewahren und ausbauen zu können, bedarf es jedoch dringend eines neuen qualitativen Impulses. Der Vorschlag der Fachhochschule, die Siebengebirgsregion als kompetenter Gastgeber für Naturschutzthemen und deren Vermittlung zu profilieren, ist dafür genau der richtige Ansatz. Jetzt kommt es darauf an, die zukunftsweisende strategische Partnerschaft zwischen Naturschutz und Tourismus auch in eine konkrete, gut organisierte Zusammenarbeit zwischen den handelnden Akteuren aus Tourismus und Naturparkträger zu überführen.“

Der Masterplan Tourismus & Naturerlebnis steht der interessierten Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung (www.rhein-sieg-kreis.de/ Wirtschaft/ Wirtschaftsmeldungen). Er soll die Siebengebirgsregion bei dem Ideenwettbewerb „Erlebnis.NRW“ vertreten, um im Falle einer guten Platzierung Fördermittel der Europäischen Union und des Landes NRW für die Umsetzung der Projekte einwerben zu können.

Download Masterplan Siebengebirge

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